Die 7 Chakren – Grundlagen der Energiearbeit

Wir als Menschen sind Lebewesen mit unterschiedlichen Aspekten. Neben der Seele, die wir sind, die den Ursprung unseres Seins bildet, besitzen wir einen Körper und einen Geist, die zusammen diese menschliche Erfahrung ermöglichen.

Während unser Geist uns eine Richtung gibt, hilft uns unser Körper dabei, diese Richtung Realität werden zu lassen. Durch den Körper können wir das erfahren, was vorher nur eine Idee oder ein Gedanke war. Wir können uns durch ihn verwirklichen. Körper und Geist arbeiten Hand in Hand miteinander – mit der Hilfe unserer 7 Chakren.

Denn genau das tun Chakren: Sie verbinden das Geistige mit dem Körperlichen. Durch unsere Chakren können wir über den Körper unseren Geist, und über den Geist unseren Körper beeinflussen. Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, tun wir dies ohnehin immer.

Jegliche Beschwerden und Blockaden – ob sie nun mentaler, emotionaler oder körperlicher Natur sind –, können so von verschiedenen Richtungen aus angegangen und behandelt werden.

Körper und Geist sind zwei Manifestationen ein und derselben Sache.

Was genau sind Chakren?

Chakren sind Energiezentren in unserem Körper. Jeder Mensch hat tausende von ihnen über den ganzen Körper verteilt. In diesem Artikel werde ich mich jedoch auf die sieben Hauptchakren konzentrieren, da diese am ausschlaggebendsten für die Chakraarbeit sind. Diese 7 Chakren erstrecken sich vom Beckenboden bis etwas über den Scheitel des Kopfes. Sie sind vertikal auf der Wirbelsäule angeordnet. Obwohl der Ursprung unserer Chakren im feinstofflichen Körper liegt, haben sie auch maßgeblichen Einfluss auf unseren physischen Körper. Sie beeinflussen also nicht nur unsere Gefühls- und Gedankenwelt, sondern auch unsere Organe und Zellen im Allgemeinen. Das Immunsystem, der Stoffwechsel und andere wichtige Abläufe in unserem Körper sind also auf die Energien aus unseren Chakren zurückzuführen.

Durch unsere Chakren lernen wir, mit den uns inwendigen Energien umzugehen und sie in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wie sind die 7 Hauptchakren aufgebaut?

Chakren-öffnen

Du kannst dir Chakren wie runde Becken oder Pools vorstellen, in denen sich Energie sammelt. Diese Becken sind mit dünnen Kanälen (Nadis) verbunden durch welche Energie fliest. Unsere sieben Hauptchakren sind durch den Sushumna, den Zentralkanal unseres Energiesystems verbunden. Dieser liegt auf der Wirbelsäule. Doch unsere Hauptchakren sind nicht nur vertikal miteinander verbunden.

Jedes unserer Hauptchakren, bis auf das Herzchakra, besitzt ein komplementäres Chakra. Die komplementären Energiekanäle verbinden zwei Chakren mit den größten Gegensätzen miteinander. Sie sind kreisförmig um das Herzchakra herum aufgebaut. Die 7 Chakren sind so miteinander verbunden:

  • Wurzelchakra und Kronenchakra
  • Sakralchakra und Stirnchakra
  • Nabelchakra und Halschakra

In der Mitte bildet das Herzchakra das Zentrum des Systems. Dieses Wissen ist wichtig, um effektiv mit schwachen oder dominanten Chakren arbeiten zu können.

Wie funktionieren Chakren?

Durch unsere Chakren nehmen wir Energie auf und strahlen sie aus. Wir beeinflussen also unsere Umwelt, genauso, wie sie uns beeinflusst. Meist auf eine unterbewusste Weise. Alles steht in einer Wechselwirkung miteinander. Man könnte sagen, dass Chakren eine Art subtile Rezeptoren oder „Andockstationen“ für Energieformen sind. Energie jeglicher Art. Doch Chakren nehme diese Energieformen nicht nur auf oder geben sie ab, sie wandeln diese auch um und geben sie innerhalb unseres Körpers weiter. Überschüssige Energie aus einem Chakra können durch die Energiekanäle in verbundene Chakren weitergeleitet werden. Energie wird somit umgewandelt. Beispielsweise kann man überschüssige sexuelle Energie in spirituelle, meditationsfördernde Energie umwandeln.

Jedes unserer Hauptchakren drückt bestimmte Schwingungsfrequenzen aus. Diese Frequenzen steigen vom 1. bis zum 7. Chakra exponentiell. Sie drücken also bestimmte Bewusstseinsebenen aus. Das Wurzelchakra steht so zum Beispiel für die Ich-Identität, wobei das Kronenchakra genau für das Gegenteil steht. Dies darf man jedoch nicht falsch verstehen. Das eine Chakra ist nicht wichtiger oder „besser“ als das andere. Jedes Chakra erfüllt seinen Zweck und ist zu berücksichtigen. Am Ende geht es um die Harmonisierung aller Chakren. So dass sie im Einklang miteinander sind und die Energie zwischen ihnen ungehindert fliesen kann.

Von unseren sieben Hauptchakren besitzen wir drei Chakren, welche sich auf das irdische konzentrieren, und drei Chakren, welche für das Himmlische, das „Übersinnliche“ stehen. In der Mitte ist das Herzchakra welches diese zwei Welten miteinander verbindet. Kommen wir nun zu den einzelnen Chakren.

1. Chakra – Das Wurzelchakra

Lebenswille, Sicherheit, Überleben, Leidenschaft, Kraft, Stabilität

Das Wurzelchakra ist das erste Chakra in unserem Hauptenergiesystem. Es ist das Chakra, welches dem Physischen am nächsten ist. Und diese Dinge umfasst es auch: unsere grundlegenden, menschlichen Bedürfnisse. Es sorgt also für unseren Überlebensinstinkt und den Drang zur Sicherheit sowie Stabilität im Leben. Es verkörpert aber auch Werte wie Stärke, Kraft und Leidenschaft. Das Element welches dem Wurzelchakra zugeordnet ist, ist die Erde. Da es sozusagen den Grundstein bildet, ist es vor allem für das Überleben in der physischen Welt wichtig. Durch die Energie aus dem Wurzelchakra willst du mit beiden Beinen im Leben stehen.

Absicherung und ein festes Umfeld sind dir wichtig. Menschen mit einem ausgeprägtem Wurzelchakra bevorzugen eine gewisse Stabilität im Leben. Das bedeutet ein sicheres Einkommen, einen stabilen Wohnsitz, einen guten Draht zur Familie sowie einen festen Freundeskreis.

Das Wurzelchakra verbindet uns jedoch auch mit der Natur. Menschen mit einem gut funktionierendem Wurzelchakra verstehen sich also oft gut mit Tieren und Pflanzen. Neben der Natur schätzen sie jedoch auch sich selbst und ihren Körper. Dies führt zu einer gesunden Lebensweise.

Wenn neben dem Wurzelchakra anderen Chakren nicht so sehr ausgeprägt sind, dann führt dies oft zu einer konservativen Lebensweise. Es werden keine Risiken mehr eingegangen oder neue Dinge ausprobiert. Dies kann schnell zu einem eintönigen Leben führen.

Durchsetzungsvermögen, Ausdauer und eine gewisse Hartnäckigkeit sind Stärken, welche auf das Wurzelchakra zurückzuführen sind. Außerdem sorgt es für eine praktisch-logische Denkweise und erleichtert das Verfolgen von Zielen. In diesen Stärken liegen aber auch seine Schwächen. Du musst aufpassen, dass dies nicht zu einem selbstsüchtigen Verhalten führt. Wenn du nur Egobedürfnisse erfüllen willst, deine Triebe ausleben oder krankhaft etwas erreichen willst, dann entwickeln sich die Stärken des Wurzelchakras in eine negative Richtung. Durch hohe materielle Bedürfnisse können auch sehr leicht Existenzängste enstehen. Wenn das der Fall ist, solltest du deine Aufmerksamkeit mehr auf andere Chakren richten. Vor allem auf das Kronenchakra, da dies das Komplementär vom Wurzelchakra ist.

2. Chakra – Das Sakralchakra

Schöpfung, Vitalität, Lebenslust, Sexualität, Sinnlichkeit, Kreativität

Unser zweites Hauptchakra ist das Sakralchakra. Es beinhaltet sexuelle, lebensfrohe sowie kreativ-schöpferische Energien. Das Sakralchakra liegt etwa zwischen den Geschlechtsorganen und dem Bauchnabel. Dementsprechend wirkt es auf die Organe und Zellen im Beckenbereich. Die Geschlechtsorgane sowie die Niere und die Blase werden vom Sakralchakra beeinflusst. Doch neben den Organen hat das Sakralchakra auch Einfluss auf die Samenflüssigkeit und den Urin.

Schöpfung durch das Sakralchakra

Das Sakralchakra ist ausschlaggebend dafür, dass du dich selbst als Schöpfer erfahren kannst. Die sexuelle Energie sorgt für die Fortpflanzung und Schöpfung auf physischer Ebene. Die kreative Energie wiederum unterstützt dich bei der Schöpfung auf geistig-seelischer Ebene. Kurz gesagt: es geht um Schöpfung. Schöpfung von neuem Leben sowie Schöpfung und Gestaltung vom eigenen Leben. Kunst und kreative Arbeit beruht auf der Energie des Sakralchakras. Diese Energie treibt dich dazu an, etwas erschaffen zu wollen, Leidenschaft dabei zu empfinden und deine innersten Werte auszuleben und entfalten zu wollen. Du bist in Bewegung, produktiv.

Dieser Wille lässt dich eine sympathische und lebensfreudige Energie ausstrahlen. Diese wirkt auf Mitmenschen oft anziehend. Vor allem auf das andere Geschlecht. Es vermittelt, dass du in Harmonie mit dem lebst, was du machst und du dein Leben in vollen Zügen genießt. Dafür ist es vor allem wichtig, sich selbst zu akzeptieren. Menschen mit einem unausgeglichenen Sakralchakra, sind oft mit sich selbst unzufrieden. Sie akzeptieren sich auf körperlicher Ebene nicht oder sind nicht im Einklang mit dem, was sie schöpfen. Dies kann leicht zu Depressionen, Eifersucht, Süchten, Schuldgefühlen oder zwanghaftem Sexualverhalten führen. Deswegen ist es wichtig, sich selbst zu akzeptieren. In Harmonie mit sich selbst zu sein und mit dem was man tut.

Menschen mit einem ausgeprägtem Sakralchakra können ihr starkes Körperbewusstsein für die spirituelle Weiterentwicklung nutzen z.B. durch Hatha-Yoga. Du kannst diese sexuelle Energie aber auch in andere Energieformen umwandeln. Dies kann vor allem durch bestimmte Meditations- und Atemübungen geschehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Energie aus dem Sakralchakra sehr stark ist. Sie bringt viele Vorteile mit sich, kann sich jedoch auch negativ bemerkbar machen. Wenn diese Energie nur für die Befriedigung sexueller Bedürfnisse benutzt wird, wird sie verschwendet. Du solltest deine Lüste und Triebe gut im Griff haben und nicht abhängig sein nach sexueller Befriedigung. Dies kann zu negativen Emotionen wie Aggressivität, Wut oder Frustration führen. Die Energie kann also sehr produktiv, aber auch sehr destruktiv verwendet werden. Wenn du dir dieser Energie jedoch bewusst wird, kannst du wahrlich schöne Dinge damit anstellen.

3. Chakra – Das Nabelchakra

Selbstvertrauen, Sensibilität, Lebendigkeit, Durchsetzungsvermögen, Willenskraft

Das Nabelchakra wird mit den Farben gelb-gold assoziiert. Es symbolisiert das Element Feuer, was die Eigenschaften des Nabelchakras sehr gut beschreibt. Die Energie aus dem Nabelchakra, das Prana, gibt dir Willenskraft. So wie die Sonne unseren Planeten mit Energie versorgt, versorgt das Nabelchakra unseren Körper mit dieser Lebensenergie. Das Sprichwort „Ich brenne für…“, kann man aus dem Nabelchakra ableiten. Wenn du dich lebendig bei dem fühlst, was du tust, brennst du dafür. Du spürst das Feuer, die vitale, brennende Energie.

Obwohl das Wort Nabelchakra impliziert, dass es auf dem Nabel liegt, ist das nicht so. Es liegt etwas über dem Nabel, im Magenbereich. Denn dort wird das Prana freigesetzt. Deswegen zielen auch viele Atem- und Meditationsübungen auf diesen Bereich ab, um diese Energie zu mobilisieren. Die Energie aus dem Nabelchakra ist für den ganzen Organismus wichtig. Aber vor allem die Bauchorgane und die Verdauung werden von ihm beeinflusst.

Der Nabelchakra-Typ

Menschen mit einem ausgeprägten Nabelchakra ist Individualität wichtig. Sie machen ihr eigenes Ding und lassen sich von niemandem negativ beeinflussen. Sie wissen, dass ihre persönliche Entwicklung in ihren Händen liegt. Dieses Feuer in ihnen versorgt sie mit dem nötigen Tatendrang und Motivation. Dadurch fällt es ihnen leicht ihre Ziele zu verwirklichen. Sich eine eigene Welt aufzubauen, ein eigenes Leben. Sie haben eine klare Vorstellung vom Leben und den dazugehörigen Willen, diese Vorstellung zu manifestieren. Sie vertreten ihre Werte felsenfest und lassen sich von nichts runter kriegen.

Entscheidungen werden oft spontan und aus dem Bauch heraus entschlossen. Es ist wortwörtlich ein Bauchgefühl. Das Prana formt außerdem eine starke Persönlichkeit. Es führt zu Mitgefühl und einem gesund-ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Ein Ungleichgewicht in diesem Bereich kann zu Gefühlskälte, einem mangelndem Selbstbewusstsein oder Unsicherheiten führen.

Befehle und Aufgaben bekommen und diese ohne Hinterfragung auszuführen spricht gegen die Werte eines solchen Menschen. Deswegen sind es oft selbständig-arbeitende Menschen, oder Menschen in Führungspositionen. Diese Willenskraft stecken Menschen mit einem dominanten Nabelchakra jedoch nicht nur in das Externe. Du kannst diese Energie auch wundervoll in dein Inneres und deine persönliche Entwicklung investieren. Da das Prana eine sehr starke Energie ist, kann dies recht schnell zu großen Erkenntnissen bezüglich der eigenen Wahrheiten führen. Durch das Nabelchakra kannst du also am ehesten zu einer harmonischen Wechselwirkung aller Chakren gelangen.

Wie auch bei jedem anderen Chakra, kann diese Energie in die „falsche“ Richtung gelenkt werden. Wenn diese Energie dazu benutzt werden das Ego zu befrieden, führt dies meist zu Rücksichtslosigkeit und selbstsüchtigem Handeln. Der macht-gierige Geschäftsmann ist wohl das bekannteste Beispiel dafür. Dies schränkt die persönliche Entwicklung stark ein, weshalb du aufpassen musst, für was du diese mächtige Energie benutzt.

4. Chakra – Das Herzchakra

Liebe, Toleranz, Frieden, Harmonie, Offenheit, Mitgefühl

Das Herzchakra ist der Mittelpunkt unseres Energiesystems. Es ist der Farbe Grün und dem Element Luft zugeordnet. Seine Lage ist nicht direkt auf dem Herz, sondern in der Mitte des Brustkorbs, auf der Wirbelsäule. Alle Organe im Brustkorb sowie der Blutkreislauf werden von dem Herzchakra beeinflusst.

Die Liebe die das Herzchakra verkörpert kann man nicht mit der, in der westlichen Welt populären „Liebe“ gleichsetzen. Es ist wahre, reine Liebe. Keine Liebe, die auf Ängstem oder Bedürfnissen gegründet ist. Wahre Liebe macht keinen Unterschied zwischen schwarz und weiß, zwischen rechts und links. Deswegen ist die Farbe des Herzchakras auch nicht rot, sondern grün. Die Energie des Herzchakras ist bedingungslose Liebe zwischen allem was existiert. Damit ist die Liebe zur Natur, die Liebe zu Lebewesen und die Liebe zum Leben gemeint. Liebe kennt keine Grenzen und hat keine Bedingungen.

Die Liebe die durch das Herzchakra entsteht ist überpersönlich, ohne Ego. Sie sorgt für ein tiefes Mitgefühl und ein absolutes Verständnis für jeden Menschen und jede Lebenssituation. Das ist wahre Empathie. Der Hintergrund dieser Empathie ist die Erkenntnis, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Das alles Eins ist. Ich bin Du und Du bist ich. Differenz zwischen einander und Trennung voneinander ist eine Illusion. Das fällt einem Menschen mit einem ausgeprägtem Herzchakra leicht zu erkennen.

Dadurch kann er jedem Menschen mit Liebe begegnen. Tolerant und offen sein für andere Meinungen und Blickwinkel. Er akzeptiert jeden so, wie er ist. Auch sich selbst. Dies führt zu einer liebevollen, friedlichen Ausstrahlung. Er berührt die Menschen mit denen er in Kontakt tritt und macht die Welt wortwörtlich zu einem besseren Ort. Pädagogische Berufe oder generell Berufe mit beratendem Hintergrund gefallen ihm meistens gut. Prinzipiell kann er jedoch in jedem Beruf und in jeder Lebenslage glücklich sein und seiner „Bestimmung“ nachgehen.

Blockaden im Herzchakra

Wenn das Herzchakra blockiert ist, kann es genau diese Illusion von Trennung herbeiführen. Dies wiederum führt zu lieblosem Verhalten, Einsamkeit, Isolation und sozialen Phobien. Die Energie im Herzchakra kann jedoch auch in die andere Richtung im Ungleichgewicht stehen. Durch ein sehr dominantes Herzchakra kann eine Abhängigkeit zu anderen entstehen. Wenn du dich durch andere identifiziert, kannst du die Liebe zu dir selbst vernachlässigen. Diese ist jedoch wichtig für die persönliche Entwicklung. Die Liebe zu Allem schließt dich selbst ein, das darfst du nicht vergessen.

Das Herzchakra besitzt kein komplementäres Chakra, da ist der Mittelpunkt des Chakrasystems ist und es keinen Gegenpol zur Liebe gibt. Auf einer höheren Ebene ist Liebe alles, was ist. Dementsprechend entspringt jede andere Emotion der Liebe.

5. Chakra – Das Halschakra

Wahrheit, Kommunikation, Kreativität (Musikalität), Inspiration

Das Halschakra liegt im Kehlkopfbereich und beeinflusst die Speise- und Luftröhre, den Hals, den Kiefer und natürlich den Kehlkopf. Außerdem hat es Einfluss auf die Atmung und die Stimme. Das Hauptthema des Halschakras ist Kommunikation. Damit ist Kommunikation mit der Umwelt, aber auch Kommunikation mit dir selbst gemeint. Wahrheit spielt dabei eine große Rolle. Kommunikation und Wahrheit gehen sozusagen Hand in Hand miteinander. Ohne Wahrheit hat Kommunikation keinen Wert. Da das Halschakra das Herzchakra und das Stirnchakra miteinander verbindet, verbindet es in gewisser Weise Gefühle und Weisheit miteinander. Dies führt zu der Begabung, neben den Informationen der Worte auch Gefühle zu übermitteln. Es entsteht ein Wortbewusstsein, welches dir dabei hilft, deine Gedanken in plausible Worte zu fassen und für andere verständlich zu machen. Das Halschakra steht auch für den Gehörsinn und das Klangempfinden. Dazu gehören externe Klänge, genauso wie interne Klänge z.B. Gedanken.

Vermittlung von Wahrheit

Einem Menschen mit einem ausgeprägtem Halschakra ist die Vermittlung von Wahrheit sehr wichtig. Genauso wie Rationalität. Damit meine ich nicht die rationale Logik wie man sie kennt. Sondern Rationalität zwischen Gefühlen, Worten und anderen Aspekten. Es ist für ihn also wichtig, die Dinge zu verstehen. Auf fühlender sowie intellektueller Ebene. Er geht die Dinge oft erst im innere Dialog durch, bevor er sie nach Außen trägt. Und das ist auch eine Stärke des Halschakras. Durch ein gut funktionierendes Halschakra, fällt es dir leicht, klar zu denken und Zusammenhänge zu erkennen.

Doch Sprache ist nicht die einzige Kommunikationsform die das Halschakra anspricht. Es geht oft um subtilere Kommunikation. Um Körpersprache natürlich, aber auch um übersinnliche Kommunikation und den Ausdruck von Gefühlen durch Klänge, Musik und Schauspiel. In diesen Bereich findet man oft Menschen mit einem stark ausgeprägtem Halschakra.

Menschen mit einem dominanten Halschakren ist es oft wichtig, sich selbst sowie ihre Meinung anderen mitzuteilen. Doch genau das ist auch die Stolperfalle des Halschakras. Es kann nämlich dazu führen, dass du deine Mitmenschen davon überzeugen will, dass deine eigene Wahrheit und Sicht auf die Dinge die richtige ist. Deswegen ist es gerade für Leute mit einem starken Halschakra wichtig zu erkennen, dass die eigene Meinung nur eine Sicht auf die Dinge ist. Und nicht die Sicht. Eine Meinung entsteht im Subjektiven und ist nicht allgemein gültig. Es gibt unendlich viele Blickwinkel auf ein Thema, und genau das gilt es zu erkennen.

Blockaden im Halschakra führen oft zu Kommunikationsproblemen. Dies kann sich durch extreme Schüchternheit oder Sprachstörungen bemerkbar machen. Wenn du deine Mitmenschen durch Sprache manipulierst oder über sie herziehst und lästerst, ist dies auch auf ein blockiertes Halschakra zurückzuführen.

6. Chakra – Das Stirnchakra

(Selbst)-Erkenntnis, Wahrnehmung, Einsicht, Klarheit, Weisheit, Vorstellungskraft

Das Stirnchakra liegt ungefähr auf der Höhe der Augenbrauen oder etwas obendrüber. Es hat seinen Sitz in der Zirbeldrüse, welche oft als das Tor zum Übersinnlichen beschrieben wird. Neben der Zirbeldrüse beeinflusst das Stirnchakra unser gesamtes Kleingehirn sowie Augen, Ohren und Nase.

Das Stirnchakra wird oft auch Drittes Auge genannt. Das kommt daher, dass es wirklich wie ein drittes Auge funktioniert. Es ermöglicht neben Einsichten in der physischen Welt auch Einblicke und Erfahrungen in feinstofflichen Ebenen. Dies kann sich vielfältig bemerkbar machen. Nicht nur im Wachzustand oder bei der Meditation, sondern auch während des Schlafs können sich Visionen in Träumen oder außerkörperlichen Erfahrungen zeigen. Die spirituelle Energie aus dem Stirnchakra unterstützt dich dabei, eine Verbindung zur feinstofflichen Welt aufzubauen. Diese Erfahrungen führen dich in höhere Bewusstseinsebenen, über dein alltägliches Ego-Bewusstsein hinaus. Doch das Dritte Auge unterstützt dich nicht nur in Träumen oder bei außerkörperlichen Reisen. Es erleichtert dir auch andere „metaphysische“ Fähigkeiten wie z.B. das Wahrnehmen von Auren.

Selbsterkenntnis durch das Stirnchakra

Das Stirnchakra steht außerdem für Selbsterkenntnis. Die Erkenntnis dessen, wer und was du wirklich bist. Du erkennst, dass du Bewusstsein bist, welches einen Körper hat. Und nicht anders herum. Daddurch bewegst du dich weg aus deiner subjektiven Sicht, hoch, zu einem viel umfassenderen Blickwinkel. Du siehst plötzlich klarer. Illusionen werden als solche erkannt und lösen sich auf.

Durch die Einsichten in höhere Ebenen erkennst du außerdem, dass das Physische nur ein Bruchteil von dem ist, was existiert. Es ist nur eine Seite in einem unendlich dicken Buch. Dein Drittes Augen hilft dir dabei, das zu sehen. Dein höchstes Selbst entfaltet sich durch den Weg zur Weisheit. Das ist die Stärke des Stirnchakras: du strebst nach Erleuchtung. Und dadurch bist du offen und kannst die Dualität übersteigen. Eine andere Stärke ist die enorme Vorstellungskraft die du entwickelst, während du dich mit deinem 6. Chakra beschäftigst. Du kannst Visionen leichter kreieren. Vom eigenen Leben, vom Leben deiner Mitmenschen und vom Leben der ganzen Menschheit. Ziele und Träume verbildlichen sich vor deinem geistigem Auge. Schöpfen und kreieren fällt dadurch leichter.

Generell kann man sagen, dass es Menschen mit einem ausgeprägtem Stirnchakra leichter fällt, ihre Gedanken stillstehen zu lassen und Frieden zu finden. Frieden und Akzeptanz in sich selbst und in ihrer Umwelt. Wenn dein Stirnchakra jedoch sehr dominant ist, musst du aufpassen, dass du den Bezug zur physischen Welt nicht verlierst. Übersinnliche Erfahrungen können sehr atemberaubend sein und das Physische schnell irrelevant erscheinen lassen. Doch das kann zu einer Gleichgültigkeit führen, weshalb du aufpassen solltest. Falls das bei dir der Fall ist, solltest du mehr Aufmerksamkeit deinen ersten Chakren zukommen lassen, insbesondere deinem Sakralchakra. Denn ein dominantes Stirnchakra, ohne die nötige Harmonie der anderen Chakren, kann zu Verwirrung, Vergesslichkeit, Aberglaube oder selbstsüchtigem Verhalten führen.

7. Chakra – Das Kronenchakra

Spiritualität, Erleuchtung, Selbstverwirklichung, Vollkommenheit, Gotterkenntnis, Vereinigung

Das Kronenchakra, oder auch Scheitelchakra genannt, symbolisiert die Transformation aus der Dunkelheit zum Licht. Dabei steht die Dunkelheit für niedere Bewusstseinsebenen (bspw. Ego) und das Licht für das Überbewusste und das höchste-Selbst. Das Scheitelchakra liegt genau dort, auf dem Scheitel des Kopfes. Um genau zu sein sogar etwas darüber, da es nicht mehr in Verbindung mit dem physischen Körper steht. Es beeinflusst dennoch das Gehirn und den Organismus als Ganzes.

Die dauerhafte Aktivierung des Kronenchakras wird mit dem Zustand der Erleuchtung gleichgesetzt. Du wirst dir deines Ursprungs bewusst und kannst dich an alles erinnern. Du hast keine Fragen mehr. Es gibt nur noch das Jetzt. Du erkennst, dass alles eins ist. Außen sowie Innen. Oben sowie Unten. Bevor du dich dem Kronenchakra zuwendest, solltest du jedoch sicherstellen, dass die ersten sechs Chakren stabil sind und miteinander harmonieren. Denn sie bilden das Fundament für das Kronenchakra.

Das siebte Chakra hat an sich keine eigenen Eigenschaften die es vertritt. Wenn aktiviert, intensiviert es die Eigenschaften der unteren Chakren. Deswegen ist es wichtig, dass du dich zuerst auf die ersten sechs Chakren konzentrierst. Wenn du dem Kronenchakra zu viel Energie zuführst, ohne, dass deine Chakren miteinander harmonieren, kann das diese Disharmonie verschlimmern. Es ist wie eine Antenne die deine Energie verstärkt. Positive sowie negative.

Verbindung mit Gott

Wenn deine Chakren nun alle im Einklang mit dem Kronenchakra sind, bist du komplett mit dem Kosmos (Gott) verbunden. Dann kann dir nichts mehr die Gelassenheit oder Ruhe nehmen. Tiefer Frieden tritt ein. Das ist Samadhi. Der Zustand der absoluten Glückseligkeit. Du erkennst nun die wahre Wirklichkeit. Reine Spiritualität. Reine Liebe. Gott. Äußere Umstände haben keinen Einfluss mehr auf dich. Du bist wunschlos glücklich, hast keine Bedürfnisse mehr.

Anderen Menschen kann es schwer fallen, dich und deine Wahrnehmung der Realität zu verstehen. Täuschungen der Umwelt beeinflussen dich nicht mehr. Du hast dich vollkommen über das Relative erhoben. (Eine schöne Verbildlichung dazu ist Platons Käfig, welche auch gut zum Stirnchakra passt.) Auf der anderen Seite strahlst du eine starke Energie und inneren Frieden aus. Dies veranlasst deine Mitmenschen oft dazu, sich mit ihrer eigenen Spiritualität zu beschäftigen. Spirituelle Meister und Lehrer haben diese Ausstrahlung. Das wohl bekannteste Mantra was es gibt, „OM“, stimuliert das Kronenchakra. Es kann sehr entspannend sein, dieses Mantra in die tägliche Meditation einzubauen. Wirkliche Blockaden oder Nachteile des Kronenchakras sind meiner Erfahrung nach nicht vorhanden. Du solltest nur wie gesagt aufpassen, dass du zuerst deine unteren Chakren aktiviert und harmonisiert hast.

Was nützt die Arbeit mit den 7 Chakren?

Wie du dir wahrscheinlich schon denken kannst, liegt viel Potenzial in der Arbeit mit unseren Chakren. Der am Anfang augenscheinlichste Vorteil ist wohl, dass du dich selbst besser kennen lernst. Du erlangst hilfreiche Einsichten über dich und deine Persönlichkeit. Durch diesen Einblick kannst du Ungleichgewichte leicht erkennen und auflösen.

Das Schöne ist, das Chakren bzw. die Energie die in ihnen fliest, sich ständig verändern. Sie sind nie konstant. Wenn du also eine schwere Blockade hast, kannst du diese mit einer Erkenntnis beheben. Das ist ein wundervoller Moment. Deswegen ist Chakraarbeit auch so hilfreich – weil du dich mit dir selbst beschäftigst und dabei lebensverändernde Erkenntnisse sammelst.

Wie du deine Stärken und Schwächen herausfindest

Um herauszufinden, was deine starken und weniger starken Chakren sind, analysiere dich selbst. Wenn du weißt, welche Chakren welchen Eigenschaften zugewiesen sind, kannst du leicht herausfinden wie du aufgestellt bist. Wahrscheinlich wirst du ein dominantes und mindestens ein schwaches Chakra finden. Um die Energie aus den Chakren dann auszugleichen, beschäftige dich mit schwachen Chakren und deren Eigenschaften. Wenn du ein sehr dominierendes Chakra hast, ist es hilfreich, sich mit dem komplementären Chakra davon zu beschäftigen. So gleichst du die Energie aus.

Ein kleines Beispiel. Sexuelle Befriedigung ist ein wichtiges Bedürfnis für dich und wenn dieses Bedürfnis nicht erfüllt wird, hat das Einfluss auf deinen Geisteszustand. Du wirst schnell wütend oder handelst aggressiv. Vielleicht gehst du alles sehr aggressiv an und bist oft sogar rücksichtslos. Außerdem stellst du fest, dass du Leute schnell verurteilst und es dir schwer fällt, Mitgefühl zu empfinden.

In diesem Fall wäre es wichtig, Aufmerksamkeit auf das Stirn- und das Herzchakra zu richten. Das Stirnchakra ist das Komplementär vom Sakralchakra, welches deine sexuellen Lüste ausgleichen kann. Mitgefühl, Offenheit und Toleranz sind Werte des Herzchakras, weshalb es hilfreich ist sich mit eben diesen Werten und Eigenschaften zu beschäftigen, wenn du daran mangelst.

Durch Energiearbeit ist es ebenso möglich, physische Beschwerden und Krankheiten zu heilen. Viele Krankheiten, physischer sowie psychischer Natur, haben ihren Ursprung im feinstofflichen Körper.

Blockaden auflösen und Chakren aktivieren

Um Blockaden aufzulösen ist es wie gesagt wichtig, sich mit dem blockierten Chakra auseinanderzusetzen. Dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. Zu aller erst solltest du dich mit den Eigenschaften des blockierten Chakras beschäftigen. Die Erkenntnis, dass man eine Blockade hat ist schon der erste große Schritt darin, diese Blockade zu lösen. Wenn du nicht weißt, woran du ist, kannst du auch nichts ändern. Finde also heraus, wo du Blockaden hast und dann arbeite daran. Hast du Beispielweise Kommunikationsprobleme, probiere ab heute nur noch die Wahrheit zu sagen und immer ehrlich zu sein.

Um Chakren andersweitig zu stimulieren gibt es alternative Methoden. Dazu gehören verschiedene Dinge. Edelsteine, Düfte, Kräuter, Klänge (Mantras) und ätherische Öle. Jedem der Hauptchakren ist so ein Heilmittel zugeordnet. Hier ist eine kleine Tabelle der Dinge, welche die jeweiligen Chakren aktivieren.

 EdelsteineDüfte & ÖleKräuter & PflanzenMantra
WurzelchakraGranat, Rubin, Hämatit, AchatNelke, Rosmarin, ZederHolunder, Baldrian, Ingwer, LindenblütenLAM
SakralchakraFeueropal, Goldtopas, Beryll, Citrin, KoralleMyrrhe, Vanille, Pfeffer, BitterorangeBrennessel, Pfeffer, PetersilieVAM
NabelchakraCitrin, Bernstein, Gelber Jaspis, TigeraugeLavendel, Zitrone, KamilleFenchel, Kardamon, Kamille, WacholderRAM
HerzchakraSaphir, Jade, Smaragd, RosenquarzRose, Estragon, JasminSafran, Thymian, WeißdornYAM
HalschakraAquamarin, Blauer Achat, TopasPfefferminz, EukalyptusPfefferminze, Salbei, GewürznelkeHAM
StirnchakraAzurit, Saphir, Opal, AmethystLemongrass, Veilchen, CajeputKurkuma, Fichte, Johanniskraut, LorbeerKSHAM
KronenchakraDiamant, Amethyst, BergkristalleWeihrauch, MyrteOM

Fazit

Chakraarbeit ist etwas sehr individuelles und es gibt kein universelles Heilmittel gegen ein blockiertes Chakra. Meditation hat sich zwar als sehr hilfreich erwiesen, ein bewusstes Auseinandersetzen mit dir selbst ist dennoch wichtig. Dabei wirst du möglicherweise Erkenntnisse machen, die dir nicht gefallen. Wende dich dann nicht von ihnen ab, sondern stelle dich ihnen.

Meine persönliche Erfahrung mit Chakraarbeit ist bemerkenswert. Ich habe in den letzten Monaten sehr viel über mich gelernt. Meine Schwächen habe ich ausgebaut und mit meinen Stärken verbunden. Ich hatte viele Ungleichgewichte in mir. Diese kamen oft aus der Kindheit und durch alte Gewohnheiten sowie Glaubenssätze. Durch die Beschäftigung mit meinen Chakren, habe ich diese erkannt und dementsprechend angepasst.

Ich kann dir nur ans Herz legen, dich auch mit deinen Chakren und deiner Energie zu beschäftigen. Du wirst nach und nach immer mehr im Einklang mit dir Selbst stehen. Es gibt jedoch keinen Punkt, an dem du sagen kannst „Jetzt bin ich fertig“. Energiearbeit ist etwas, was du in dein Leben integrierst. Du baust dabei ein Energiebewusstsein auf, welches zu einem harmonischen Leben führt.

Dieser Artikel sollte dir nur eine kleine Einführung in die Welt der Chakra- und Energiearbeit bieten. Falls du mehr zu dem Thema lesen willst, lege ich dir das Chakra-Praxisbuch von Kalashatra Govinda* ans Herz. Es ist perfekt für Einsteiger geeignet.

 

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