Die Macht der Gedanken – bestimme dein Leben selbst

Gedanken kommen und gehen. Häufig denken wir einfach vor uns hin, ohne uns unserer Gedanken wirklich bewusst zu sein. Wir haben uns an sie gewöhnt. Es sind ja „nur Gedanken“ – unscheinbar und substanzlos. So ist die Macht der Gedanken auf den ersten Blick nicht sichtbar, obwohl die Kraft dahinter sehr stark ist.

Gedanken und ihre Auswirkungen

Der Ursprung unserer Erfahrungen findet sich in den Gedanken. Sie besitzen eine schöpferische Kraft, welcher wir uns oft nicht bewusst sind. Denn hinter all unseren Worten, Taten, Gewohnheiten und Glaubenssätzen stehen letztendlich Gedanken. Durch unser Denken, bestimmen wir unser Leben.

Oft denken wir, unsere Sicht auf die Dinge sei die einzig Wahrheit, doch dem ist nicht so. Alles hat mehrere Seiten. Diesem Fakt müssen wir uns zuerst bewusst werden.

Denn eine Situation ist weder gut, noch schlecht. Sie ist einfach, wie sie ist. Erst durch dein Denken entscheidest du, was du daraus machst. Findest du es gut, findest du es schlecht oder lässt du es einfach sein? Du hast immer die Wahl.

Ein kleines Beispiel dafür ist das zeitige Aufstehen vor der Arbeit. Dieser Umstand ist von sich aus weder gut, noch schlecht. Es ist einfach ein Umstand, mehr nicht. Doch was machst du daraus?

a) Du kannst diese Situation einfach hinnehmen, ohne sie weiter zu bewerten. Diese Akzeptanz führt zu einem gelassenen Start in den Tag.

b) Du kannst dich über die Situation ärgern. So machst du aus dieser eigentlich neutralen Erfahrung, eine für dich subjektiv negative Erfahrung. Wenn du dir sagst, dass du keine Lust hast, wirst du auch keine Lust haben. Körper und Geist werden sich deinen Gedanken anpassen: du wirst dich schlapp fühlen und keine Energie haben.

c) Du kannst dich über die Situation freuen. Es gibt in jeder Situation etwas positives, was du daraus nehmen kannst. Suche dir die kleinen Freuden am Morgen und sei dankbar. Sei es für die eigene Gesundheit und den Fakt, dass du aufstehen und in einen neuen Tag voller Möglichkeiten starten kannst, für das Vogelgezwitscher vor dem Fenster, den Sonnenaufgang oder den Kaffee, der in der Küche auf dich wartet.

Du selbst entscheidest, auf was du deine Aufmerksamkeit richtest und wie, oder ob du es überhaupt bewertest. Die äußeren Umstände haben keine Macht über deine Reaktion, wenn du sie ihnen nicht verleihst. Du entscheidest darüber.

Sei dir auch bewusst, dass sich gleich und gleich gerne gesellt. Gedanken gleicher Schwingung ziehen sich regelrecht gegenseitig an. Denkst du über eine Sache negativ ist es wahrscheinlich, dass du in anderen Dingen auch eher das Schlechte, anstatt das Gute siehst. Genauso ist es mit positiven und konstruktiven Gedanken.

Achte daher darauf, wie du denkst. Du willst ein „besseres“ Leben haben? Dann denke positiver, wenigstens in einer Sache. Finde das Gute in den Dingen, die du sonst als schlecht bewertet hast. Sei dir der Macht deiner Gedanken bewusst. Du gibst mit ihnen die Richtung an, in die sich dein Leben bewegt.

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“Buddha

Die schöpferische Kraft und Macht der Gedanken

Es sind die Gedanken, die du wieder und wieder denkst, die sich letztendlich in deinem Leben manifestieren. Am Anfang denkst du etwas vielleicht nur einmal, doch durch ständiges Wiederholen verfestigt sich dieser Gedanke.

Dieser Gedanke beinhaltet ein bestimmtes Gefühl, aus dem du dir deine Meinung bildest: gut oder schlecht; sinnvoll oder dumm; zivilisiert oder primitiv; rechts oder links; schwarz oder weiß – und so weiter.

Diese formulierte Meinung wird zum Wort – du sprichst sie aus. Der ursprüngliche Gedanke wird somit immer realer. Er ist nun nicht einfach nur noch heiße Luft, sondern nimmt Gestalt an.

Sobald sich diese Meinung verfestigt wird sie letztendlich zu einer Überzeugung und bestimmt damit dein Handeln. Was Anfangs nur ein Gedanke war, ist jetzt ein großer Teil von dir.

Der Kreislauf vom Sein und Erfahren

Alles beginnt mit einem Gedanken. Denkst du schlecht über eine Situation, fühlst du dich schlecht. Weil du dich schlecht fühlst, ist diese Situation etwas Negatives für dich. Und weil du sie als negativ erfährst, denkst du auch so darüber.

Genauso ist es mit positiven Gedanken. Bist du positiv, erfährst du Positives – und wenn du Positives erfährst, wirst du positiv. So entsteht der Kreislauf zwischen dem Sein und dem Erfahren.

Und wie ich schon sagte: gleich und gleich gesellt sich gern. Deine Einstellung und Sichtweise auf eine Sache, ob positiv oder negativ, wird sich auf andere Lebensbereiche abfärben und deren Richtung bestimmen. Oft reicht es daher schon, eine Sache zu verändern, um das ganze Leben nachhaltig zu verbessern oder eben zu verschlechtern.

Wie löse ich die Negativität auf?

Sei dir zuerst bewusst, dass du mit deiner Reaktion über die Situation entscheidest und nicht andersherum. Nichts ist von sich aus gut oder schlecht, erst deine Bewertung macht es dazu. Wenn dir eine Situation nicht gefällt, kannst du sie verändern, akzeptieren oder deine Meinung ihr gegenüber ändern. Alles andere bringt dich nicht weiter.

Viele Menschen sehen sich im Leben in der Opferrolle. Sie sind in eben diesem Kreislauf vom Sein und Erfahren gefangen, ohne es zu wissen. Ihre Handlungen beruhen auf alten Mustern: so wie sie damals reagiert haben, reagieren sie auch heute noch. Doch reagieren bringt nicht viel, zumindest keine Veränderung.

Anstatt zu reagieren, wollen wir bewusst agieren um unsere Aufmerksamkeit gezielt auf das Gute zu richten. Denn negatives Denken (negatives sein und erfahren) liegt häufig unbewusstem Denken zugrunde.

Wenn etwas passiert, solltest du auf deine Gedanken und die Gefühle achten, die dadurch entstehen. Beobachte und hinterfrage sie. Sei dir deiner Reaktion bewusst. Das kann bei einer „schlechten“ Whatsapp-Nachricht oder beim Autofahren im Straßenverkehr sein. Wie reagierst du darauf, wenn dir jemand versehentlich die Vorfahrt nimmt? Was machst du daraus?

Reaktionen bewusst wahrnehmen

Du kennst das vielleicht: es kommt Wut oder ein anderes negatives Gefühl in dir auf und du bist wortwörtlich außer dir. Du nimmst die Wut nicht als Emotion wahr. Stattdessen verwandelst du dich in die Wut und verlierst dich in ihr. Und sobald du dich wieder beruhigt hast, bereust du, was du gesagt oder getan hast. Das ist Unbewusstheit.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, musst du genau diese Momente bewusst wahrnehmen. Beobachte die Reaktion deines Körpers und deines Geistes auf alle möglichen Situationen, nicht nur wenn du wütend bist. In Trauer, Eifersucht, Leid, Schmerz, Glück, Freude, Liebe, Angst und Stille – einfach immer. Nimm deine emotionale Reaktion und die Gedanken, durch die diese Gefühle entstehen bewusst wahr.

Frage dich selbst, ob deine Gedanken der Wahrheit entsprechen und ob sie förderlich für deine persönliche Entwicklung sind. Willst du überhaupt so denken? Wo führt dich dieses Denken hin? Kannst du dieses Denken ablegen und ersetzen? Sei dir im Klaren, dass die Macht der Gedanken permanent präsent ist, ob du willst oder nicht.

Durch das bewusste Wahrnehmen deiner Reaktionen wirst du sehen, wie sich die negativen Muster langsam auflösen. Sie nehmen dich nicht mehr ein und du bleibst in deiner Mitte. So etablierst du das bewusste Denken, Fühlen und Handeln in deinem Leben.

„Die Hauptursache des Unglücks ist nie die Situation, sondern deine Gedanken darüber.“Eckhart Tolle

Gedanken in eine positive Richtung lenken

Kraft der GedankenRabbi Nachman von Bratzlaw sagte einmal, dass wir dort sind, wo unsere Gedanken sind und sie daher darauf richten sollen, wo wir hin wollen. Der bekannte Spruch „Energy goes where attention flows“ sagt genau dasselbe: Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du möchtest und nicht auf das, was du fürchtest oder vermeidest.

Wenn du in Gedanken bei den Dingen bist, die schief gehen könnten, dann wirst du genau diese Dinge zu deiner Realität machen. Richte deine Gedanken daher nicht auf mögliche Probleme oder Hindernisse, sondern auf Gelegenheiten und vor allem auf die Gegenwart.

Gewöhne dir das positive Denken an! Es ist nicht so, dass Menschen von Grund auf entweder positiv oder negativ sind. Erst ihre Denkgewohnheiten machen sie dazu. So ist es auch bei dir. Du kannst dir das positive Denken antrainieren, wie einen Muskel. Je öfter du ihn benutzt, desto stärker wird er.

Das Geheimnis dahinter ist sehr simpel: du musst erkennen, dass in jeder Erfahrung ein Schatz vergraben liegt. Wirklich in jeder. Manchmal ist er unter einem Haufen Müll versteckt, doch er ist da. Richte deine Aufmerksamkeit auf ihn, anstatt auf den ganzen Müll, der dir zuerst ins Auge springt.

Diese Sichtweise wirst du immer stärker kultivieren, bis du ein waschechter Optimist bist.

Dein Selbstbild bestimmt dein Leben

Das Leben ist wie ein Spiegel deines Inneren. Du glaubst, dass etwas unmöglich ist? Dann wird es unmöglich sein – für dich. Du glaubst, du wärst wertlos und verdienst kein Glück? Dann wird genau das zu deiner Realität. Das ist die Macht der Gedanken. Was du von dir selbst denkst, bestimmt dein Schicksal.

Alle vermeintlichen Grenzen die du hast, werden von dir selbst gezogen. Unser Bewusstsein an sich hat keine Grenzen, es ist unendlich. Doch durch unser begrenztes Denken engen wir es ein. Löse dich davon und lasse los von allen Beschränkungen.

„Egal, ob du denkst du kannst es oder nicht, du wirst recht behalten.“Henry Ford

Die Wörter „Ich bin…“ sind sehr mächtig. Was du hinter diese Wörter setzt, bestimmt, was du über dich selbst denkst. Achte also darauf, dass du den Satz so ergänzt, wie du ihn haben möchtest!

Autosuggestion durch positive Affirmationen ist eine gute Möglichkeit, um eben diese Aussage bewusst zu nutzen. Eine Affirmation ist ein selbstbejahender Satz, den du oft wiederholst, um den Inhalt zu verinnerlichen. So kannst du negative Konditionierungen und Glaubenssätze in etwas Positives umwandeln.

Achte bei einer Affirmation darauf, dass du sie positiv formulierst. Also nicht etwa „Ich will kein Pech mehr haben“, sondern eher „Ich bin ein Glückspilz“.

Ein paarweitere Beispiele für Affirmationen sind:

  • Ich bin erfolgreich und gesund.
  • Ich bin von Liebe umgeben.
  • Ich lebe im Einklang mit mir selbst.
  • Ich lebe in Reichtum und Überfluss.
  • Ich bin vollständig von Glück erfüllt.

Affirmationen sind jedoch nicht einfach nur Sätze, die du dir mit der Hoffnung einredest, dass sie irgendwann wahr werden. Du musst von deiner Selbstaffirmation überzeugt sein. Glaube daran! Verbinde diesen positiven Gedanken mit positiven Gefühlen. Sei dir bewusst, dass es stimmt. Du bist alles und kannst alles sein.

Was will ich überhaupt?

Es gibt oft einen Unterschied zwischen dem, von dem man denkt, dass man es will und von dem, was man wirklich will. Was du wirklich willst, kann dir dein Verstand nicht beantworten. Er kann dir nur sagen, was er will: Sicherheit und Komfort. Doch ist es auch das, wohin es dich zieht?

Lasse dich von deinem Herz leiten, anstatt auf deinen Kopf zu hören. Deine Seele kennt den Weg. Befreie deinen Geist von dem ganzen alltäglichem Trubel und lausche deiner Intuition. Was fühlt sich richtig an?

Das klassische Meditieren im sitzen kann dabei helfen, mehr Klarheit in dein Leben zu bringen und intuitive Gefühle bewusster wahrzunehmen. In meinem Artikel Meditation für Anfänger erkläre ich dir eine Art zu meditieren.

Probiere es einfach mal aus, indem du dich täglich für ein paar Minuten hinsetzt, die Augen schließt und bewusst deinem Atem folgst. Mehr muss es nicht sein.

Meine Meinung über das Gesetz der Anziehung

Durch den Film „The Secret“ und dem gleichnamigen Buch von Rhonda Byrne wurde das Gesetz der Anziehung (Law of Attraction) sehr populär. Es gibt verschiedene Auslegungen des „Gesetzes“, doch kurz gesagt heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Veränderst du dich und deine Gedanken, passt sich dein Leben dementsprechend an. Das ist auch genau die Message, die ich dir in diesem Artikel vermitteln will.

Bei dem Film hatte ich jedoch gemischte Gefühle. Das Prinzip dahinter gefiel mir, doch mit der etwas übertriebenen Aufmachung konnte ich nicht allzu viel anfangen. Ziehe ich Dinge an, nur weil ich wiederholt an sie denke und sie visualisiere?

Ich glaube, dass das Wichtigste dabei oft vergessen wird und in den Hintergrund gerät: das ganzheitliche Sein. Letztendlich geht es darum, was man ist und nicht darum, was man gedenkt zu sein. Du bist dein gesamtes Selbst, nicht nur deine Gedanken.

Die Gedanken machen zwar den Anfang, doch wenn sie nicht mit deinen Worten, Taten und Gefühlen im Einklang sind, wirst du das gewünschte Ziel auch nicht manifestieren. Es geht um authentisches Sein. So, wie du bist, ist auch dein Leben.

Das Gesetz der Anziehung definiert also einfach die Macht der Gedanken. Doch mit Anziehung hat es genau genommen nichts zu tun. Du ziehst Glück oder Erfolg nicht an – du entscheidest dich dazu, glücklich oder erfolgreich zu sein. Du willst glücklich sein? Sei es! Du willst erfolgreich sein? Sei es! Und wenn du traurig sein willst, sei traurig. Sei, was auch immer du sein willst. Die Entscheidung liegt allein bei dir.

Fazit

Veränderung im Außen passiert nicht von heute auf morgen. Gedanken manifestieren sich nicht sofort, wie zum Beispiel in einem Traum. Wenn du in einem luziden Traum an etwas Negatives denkst, steht sofort ein schauriges Monster vor dir.

Im Leben ist das nicht so. Das Physische ist starrer und fester. Es passt sich erst nach und nach an, weshalb wir den Zusammenhang zwischen unseren schöpferischen Gedanken und unserem vermeintlichem Schicksal oft nicht sehen.

Dabei geht es nicht um die einmaligen Gedanken. Die Macht der Gedanken kommt vor allem dann zum Vorschein, wenn wir Gedanken wiederholen und und sie ganzheitlich verinnerlichen. Ein Gedanke alleine ist nicht viel, gehen aus diesem jedoch weiter Gedanken, Worte und Taten hervor, wird er sehr mächtig.

Sei dir also stets deiner Gedanken bewusst und richte sie auf die Dinge, die du anstrebst, anstatt auf die, die du vermeidest. Und vergiss nie: Dein Leben passiert für dich, nicht gegen dich!

„Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast. Es hängt allein davon ab, wie du denkst.“Dale Carnegie

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