Wie wir unser Körperbewusstsein nutzen und entwickeln können

Wenn wir in dieser Welt leben und Erfahrungen machen wollen, brauchen wir einen Körper. Alle Empfindungen und Eindrücke nehmen wir durch ihn wahr. Von der Geburt bis zum Tod ist er unser treuer Weggefährte und funktioniert als Brücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Er ermöglicht uns das Menschendasein.

Obwohl wir sehr häufig auf unseren Körper fixiert sind und uns selbst mit ihm identifizieren, bleibt ein intimer Kontakt oft aus. Entweder überschätzen wir ihn und behandeln ihn schlecht, oder wir unterschätzen ihn und werden seinen Fähigkeiten nicht gerecht.

Ihren Körper wirklich kennen tun die wenigsten.

Der Grund dafür ist ein Mangel an Körperbewusstsein. Mit dem Verstand wissen wir viel über ihn: wir kennen all die Organe und ihren Funktionen, verstehen die komplizierten Prozesse und Abläufe und haben sonst so gut wie jede Information, die man auf oberflächlicher Ebene haben kann.

Aber aus erster Hand kennen wir ihn nicht wirklich – wir wissen nur, was man uns über ihn gesagt hat. Wirklich bewusst wahrnehmen tun wir nur die gröbsten Empfindungen, all die feinen Vorgänge gehen die meiste Zeit an uns vorbei.

Unser Körperbewusstsein zu entwickeln bedeutet daher, in die unbewussten Ebenen unseres Körpers vorzudringen und das Mysterium selbst zu erkunden, es direkt zu erfahren.

Wissen heißt lernen, Weisheit heißt erfahren.

Der Körper als Anker der Achtsamkeit

Alles was wir haben ist das, was gerade ist. Die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft wartet noch auf uns – weder das eine noch das andere ist echt. Nur das, was in diesem Moment geschieht, ist tatsächlich. Der Rest sind verschwommene Erinnerungen oder fiktive Phantasien.

Auf der Reise zu uns Selbst geht es immer wieder darum, im Hier und Jetzt anzukommen. Achtsam zu sein ist die Grundlage von allem, denn nirgendwo anders werden wir uns finden als in diesem Moment. Unser Körper kann uns dabei eine große Hilfe sein.

Alle Achtsamkeits- oder Meditationsübungen beruhen auf einem Anker, also auf etwas, auf das wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren um gegenwärtig zu bleiben. Oft ist es der Atem, ein Wort, ein Bild, ein Ton oder eine Tätigkeit. Aber auch unser gesamtes Körperempfinden kann als solch ein Anker dienen.

Unser Leben spielt sich dort ab, wo unser Körper ist. Zumindest die meiste Zeit. Unser Körper ist es, durch den wir in Kontakt mit der Welt treten und mit ihr interagieren. Er ist immer dort, wo er sein soll: im Hier und Jetzt.

Durch den Körper sind wir nicht nur auf die Welt gekommen, sondern kommen auch immer wieder zu ihr zurück. Er ist der Anker, der uns zwischen Geburt und Tod immer zuverlässig zur Seite steht.

Ein ausgeprägtes Körperbewusstsein hilft uns daher dabei, dem Leben achtsamer zu begegnen. Verlieren wir uns in Gedanken, Gefühlen oder im Trubel der Welt um uns herum, müssen wir einfach nur zurück zu unserem Körper kommen. Fühlen wir ihn, kommen wir zurück auf den Boden; sind wir bei ihm, sind wir im gegenwärtigen Moment.

Der Körper als Tor zur Seele

Wo sich der Sitz der Seele befindet fragen sich Philosophen schon seit Jahrtausenden. Die einen sagen im Kopf, die anderen sagen im Herz und wieder andere sagen weder noch, sie sei überall, durchdringt und umgibt alles.

Doch ganz egal für welche Theorie man sich entscheidet, der Körper ist bei jeder auf die ein oder andere Art mit der Seele verbunden. Ob sie ihm nun an einer bestimmten Stelle innewohnt, ihn komplett durchdringt oder gar beides stimmt – eine Verbindung besteht.

Körperbewusstsein: Hilfsmittel statt Identität

Sehen wir die Seele als das unveränderliche Etwas, die Konstante, die uns ausmacht, unser wahres Selbst, was ist dann der Körper in Relation dazu?

Beginnen wir damit unseren Körper zu spüren, ihn zu beobachten und ein gesundes Körperbewusstsein aufzubauen, merken wir recht schnell, dass wir nicht unser Körper sind. Denn wie könnten wir uns Selbst so distanziert betrachten? Es wäre nicht möglich, wenn wir in der Essenz der Körper sind, den wir beleben.

Wir benutzen den Körper und nicht er uns. Wir sitzen am Steuer.

Probleme entstehen dann, wenn wir vergessen, dass wir in Wahrheit nur der Fahrer sind. Identifizieren wir uns mit dem Fahrzeug, das wir fahren, führt das unumgänglich zu Leiden und Schmerz. Nicht nur, weil wir uns dadurch selbst, sondern auch weil wir dadurch alle andere auf diese Hülle begrenzen.

Die Intuition und das Körperempfinden

Unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung sind eng miteinander verbunden. Erweitert sich das eine, erweitert sich auch das andere.

So ist es auch mit dem Bewusstsein für unseren Körper. Je intensiver wir unseren Körper spüren, desto bewusster sind wir uns ihm. Und andersherum: je bewusster wir uns unseres Körpers sind, desto leichter fällt es uns ihn zu spüren, ihn zu beobachten und wirklich in ihn zu gehen.

Durch das regelmäßige Fühlen und Wiederankommen im Körper gewöhnen wir uns daran, die Dinge nicht zu überdenken, sondern in sie hineinzufühlen. Dadurch, dass wir lernen unseren Körper zu spüren, lernen wir auch, unsere tiefen Emotionen und Rufe unserer Seele zu spüren. Wir bewegen uns aus dem Kopf heraus und nehmen unser Sein ganzheitlicher wahr.

Auf unser Herz zu hören und unser Bauchgefühl zu achten fällt leichter, wenn wir unseren Körper als solchen wahrnehmen können.

Intuitive Impulse fühlen

Unsere Intuition entspringt einer Quelle, die wir mit unserem Denken nicht erreichen können. Auch mit unserem Körper können wir sie nicht erreichen, doch durch ihn können wir die kognitive Fähigkeit erlernen (das Fühlen), intuitive Impulse bewusst wahrzunehmen und nach ihnen zu handeln.

Durch ein ausgeprägtes Körperbewusstsein können wir uns nicht nur des Körpers, sondern auch subtileren, mentalen und spirituellen Prozessen bewusst werden. Anstatt des Körpers können wir auch geistige und übersinnliche Aktivitäten »fühlen«.

Anstatt die Dinge rein rational zu bewerten, lernen wir unsere Intuition mit einzubeziehen. Durch das Trainieren des Körperbewusstseins bewegen wir uns vom Kopf, also vom Denken, zum Herzen, also zum Fühlen.

Indem wir unseren Körper fühlen – nicht nur die äußeren Gliedmaßen, sondern auch das Innere, die subtilen Abläufe und Vorgänge –, können wir auch andere Dinge fühlen und intuitiv wahrnehmen.

Dabei sollten wir jedoch stets darauf achten, unseren Körper nicht zum Mittelpunkt unserer Existenz zu machen, sondern ihn als »Mittel zum Zweck« zu verstehen. Ein starkes Körperbewusstsein ist nur insofern hilfreich, als dass es uns vermittelt, dass wir einen Körper haben und uns ihm deshalb bewusst sein können.

Wahres Körperbewusstsein besteht in der Erfahrung, einen Körper zu haben und ihn zu bewohnen, nicht ein Körper zu sein.

Der Mentalkörper und die inneren Sinne

Unser physischer Körper operiert durch seine fünf Sinne in einem bestimmten, eingegrenzten Bereich. Wir sehen, riechen, schmecken, hören und spüren durch ihn die Objekte, die sich in diesem Bereich befinden. Nur ein kleines Spektrum an Schwingungen und Licht wird von unseren äußeren Sinnen aufgenommen und vom Gehirn registriert. Dabei gehört zu unserer Existenz noch so viel mehr dazu.

Wir können denken, Emotionen empfinden, uns an Erfahrungen erinnern und herumphantasieren. Wir können träumen, meditieren und jenseits von der materiellen Welt Erfahrungen machen. Wir sind nicht an unsere äußeren Sinne gebunden. Unsere innere Welt beinhaltet mindestens so viel wie die äußere. Und auch durch sie navigieren wir mit Sinnen – mit unseren inneren Sinnen.

Diese Gesamtheit des inneren geistigen Apparats können wir auch als einen »Körper« empfinden, also als ein Zusammenwirken von verschiedenen Prozessen, Funktionen und Organen. Es ist wie der physische Körper ein System, dessen Nutzung auf einen bestimmten Bereich beschränkt ist.

Für die meisten Menschen ist dieser innere Mentalkörper jedoch kein integraler Bestandteil ihres Lebens – zumindest nicht ein Bestandteil, dessen sie sich wirklich bewusst sind. Sie denken zwar, aber sehen nicht, wie, was und warum sie das tun. Sie empfinden Emotionen, aber sind ihnen hilflos ausgeliefert.

Das Problem ist, dass unsere Aufmerksamkeit die meiste Zeit durch die physischen Sinne nach Außen gerichtet ist. Was sich in unserem Inneren abspielt bleibt verborgen. Unser leben spielt sich im Rahmen des physischen Körpers ab und die innere Realität spielt dabei nur eine Nebenrolle. Wir haben kein klares Bild von ihr.

Wenn wir unser Bewusstsein und Empfinden für unseren physischen Körper jedoch stärken, dann können wir auch einen neuen Umgang für unseren inneren und subtileren Körper entwickeln. So wie wir lernen unser Äußeres als das zu sehen, was es ist, können wir unser Inneres mit denselben Augen betrachten.

Bewusstheit wirkt sich auf alle Bereiche aus. Sie färbt ab.

Das Körperbewusstsein entwickeln und trainieren

Unser Körperbewusstsein zu trainieren ist in der Regel keine schwierige Angelegenheit, da die meisten von uns sowieso schon sehr fixiert auf ihren Körper sind. Bei der Entwicklung geht es darum, ihn tiefer spüren zu lernen und gleichzeitig Gleichmut zu dem aufzubauen, was er wahrnimmt.

Das geht am leichtesten, indem wir es zu unserer täglichen Aufgabe machen, unseren Körper bewusster zu nutzen und ihn dabei als Hilfsmittel zu verstehen. Wir können beim Händewaschen das Wasser spüren, beim Fahrradfahren die Muskulatur in unseren Beinen und beim Einschlafen das Entspannen unserer Gliedmaßen. Unser Körper ist ein Teil all unserer alltäglichen Erfahrungen und kann auch so von uns wahrgenommen werden.

1. Der Bodyscan

Der Bodyscan ist eine der einfachsten Möglichkeiten den Körper spüren zu lernen und noch unbewusste Prozesse und Empfindungen ins Bewusstsein zu bringen. Er besteht daraus, systematisch die Empfindungen in den einzelnen Körperteilen zu spüren, bis ein ganzheitliches Körperempfinden entsteht.

Setze dich dafür in eine bequeme Position oder lege dich gerade auf den Rücken. Beginne dann damit, deine aktuellen Empfindungen auf dem höchsten Punkt deines Kopfes, der Fontanelle, zu spüren. Suche nicht nach außergewöhnlichen, sondern nach tatsächlichen, ganz einfachen körperlichen Empfindungen. (Kälte, Wärme, Druck, Leichtigkeit, Kribbeln, Jucken, Pulsieren, usw.)

Bewege deine Aufmerksamkeit von dort aus dann weiter über den Rest des Schädels, die einzelnen Teile des Gesichtes und bis hinunter zum Hals und Nacken. Beobachte einfach und sei gleichmütig gegenüber den Empfindungen, die du hast. Wenn sie angenehm sind, dann ist das okay, wenn sie unangenehm sind, dann ist das okay, und auch wenn du nichts spürst, ist das okay. Probiere nicht einzugreifen, sondern einfach nur zu beobachten.

Gehe so weiter vor, von Schulter bis Fingerspitze, von Nacken bis Gesäß, von Kehle bis Unterleib, vom Becken bis zu den Zehnspitzen. Lasse dir dafür Zeit, aber halte dich nicht zu lange auf einer Stelle auf. Sobald du eine klare Empfindung in einem Körperteil spürst, gehe zum nächsten über. Wenn du eine blinde Stelle hast, an der du nichts empfindest, beobachte diese 1-2 Minuten und gehe dann weiter. Nach dem Durchgang kannst du sie noch einmal gesondert betrachten.

Wenn du die Fußzehen erreicht hast, kannst du den selben Weg zurück zur Fontanelle gehen und dann immer so weiter machen: von Kopf bis Fuß, von Fuß bis Kopf, von Kopf bis Fuß …

2. Einfache Körperbewegungen

Einfache Körperbewegungen wie sie im Hatha Yoga, Tai Chi oder Qigong praktiziert werden sind wunderbar, um Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln und in Verbindung mit ihm zu treten. Dabei ist es nicht wichtig, dass du die schwierigsten Asanas und Stellungen einnimmst, sondern dass du das ganze bewusst und mit Hingabe tust.

Du musst nicht nach einem vorgegebenem Muster vorgehen, sondern kannst dich einfach nach deinen intuitiven körperlichen Impulsen bewegen, dehnen und strecken. Schaue selbst, was sich jetzt gerade gut für dich anfühlt.

3. Bewusstes Atmen

Atmen ist eine der wichtigsten Funktionen zur Erhaltung des Körpers. Ohne Nahrung kann er wochenlang überleben und selbst ohne Wasser einige Tage, aber ohne Luftzufuhr ist spätestens nach ein paar Minuten Schluss.

Die Atmung ist das, was immer an sein muss. Sie ist der Motor, der den Körper am Leben hält.

Durch rhythmisches oder einfach nur durch bewusstes Atmen verbinden wir uns mit dieser grundlegenden Körperfunktion und können so einen besseren Einblick in ihr Wesen und ihre Wichtigkeit erhalten. Wir erhalten ein Gespür dafür zurück, was der Atem eigentlich ist.

Verlieren wir uns in unseren Gedanken oder Gefühlen ist der Atem immer der sicherste Durchgang, durch den wir wieder eine Verbindung mit unserem Körper und dem gegenwärtigen Moment erhalten. Der Atem ist die schnellste und einfachste Möglichkeit, uns unseres Körpers bewusst zu werden.

4. Massagen

Massagen sind eine sehr gute und effektive Möglichkeit um den Körper intensiv zu spüren. Durch das Durchkneten und Auflockern der Gliedmaßen und verschiedenen Körperregionen werden die Zellen stimuliert und dadurch ein Impuls an unser Gehirn gesendet, das wir in unserem Bewusstsein als Empfindung wahrnehmen können.

Die Massage muss natürlich nicht von einer anderen Person durchgeführt werden. Sich selbst zu massieren und seinem Körper zu mehr Beachtung zu schenken ist nicht nur entspannend, sondern baut eine gesunde Beziehung mit dem Körper auf.

5. Der Kälte aussetzen

Wir haben heutzutage den Luxus, uns immer in einem bestimmten Temperaturbereich aufzuhalten. Unsere Vorfahren kannten das nicht. Sie hatten keine Heizung oder perfekt passende, warme Kleidung und bekamen die Lüste der Elemente direkter zu spüren.

Uns gezielt der Kälte auszusetzen kann ein großer Sprung aus unserer Komfortzone heraus sein, doch nicht nur gibt es uns ein Gespür dafür wieder, wie das Leben ursprünglich einmal war, sondern bringt uns auch unmittelbar in unser Körperbewusstsein zurück.

Durch den Kontakt von kalter Luft oder kaltem Wasser auf der Haut gerät der Körper in eine Art Alarmzustand, durch den der Blutkreislauf angeregt wird, Zellen regeneriert werden, das Immunsystem gestärkt wird und uns vor allem keine Chance gegeben wird, irgendwo anders mit unseren Gedanken zu sein als bei dem, was gerade passiert.

Für das andere Extrem, die Hitze, trifft das natürlich auch zu. Saunagänge können den Körper reinigen und ihn für uns zugänglicher machen.

6. Achtsame Ernährung

Gehen wir achtsam mit unserer Nahrung um und lassen uns Zeit beim Essen und Trinken, entwickelt sich von allein ein neuer und bewussterer Umgang mit unserem Körper. Wir lernen seine Signale zu spüren, merken was ihm gut tut und was nicht, und nutzen unser Körperbewusstsein so zu einem pragmatischen Zweck: zur Selbsterhaltung.

7. Der Wirbelsäule bewusst sein

Die Wirbelsäule ist das Gerüst um das herum unser Körper aufgebaut ist. Sie ist die Mitte und verbindet auf physischer Ebene alles miteinander. Aus energetischer Sicht ist sie der Hauptkanal in unserem System und verbindet die Erde mit dem Himmel; das Wurzelchakra mit dem Scheitelchakra.

Durch die Wirbelsäule können wir vor allem die Wahrnehmung für unseren Körper stärken und intensiver mit der Welt in Kontakt treten. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf sie, nehmen wir instinktiv die natürlich richtige Haltung ein und können so mühelos ent-spannen. Alles funktioniert flüssiger, wenn wir uns unserer Wirbelsäule, der Stütze unseres Körpers, bewusst sind.

Zentrum des Bewusstseins: Körper, Geist und Seele

So wie wir uns selbst sehen, sehen wir die ganze Welt. Identität ist wie ein Filter, der alles mit den Eigenschaften färbt, die in ihm sind. Wenn wir glücklich sind, können wir überall das Gute sehen und wenn wir traurig sind ist plötzlich alles schlecht. Wie im Kleinen, so im Großen.

Mit unserem grundlegenden Wesen ist es genauso. Je nachdem wo sich unser Bewusstsein zentriert, sehen wir die Welt in komplett verschiedenen Facetten.

Sehen wir uns selbst als Körper, sehen wir nichts als Körper. Wir identifizieren uns mit dem Äußeren und reduzieren daher andere auch nur auf diesen Aspekt. Durch dieses Selbstbild ist unsere Realität auf das Materielle begrenzt.

Sehen wir uns selbst als Verstand, als der Denker und die geistige Aktivität, erweitert sich diese Realität. Anstatt nur Körper zu sehen, sehen wir nun Ideen, Moral und Wissen. Tiefere Werte beginnen eine Rolle zu spielen.

Doch sehen wir uns als das Selbst, das hinter diesen Dingen steht und alles mit einer gewissen Distanz freudig beobachtet, ist die Ausdehnung unserer Realität am größten. Durch das Selbstbild als Seele sehen wir die Seele in allen anderen Wesen und Dingen und hören damit auf, uns von anderen als getrennt zu betrachten und uns auf unseren Körper oder unsere Gedanken zu reduzieren.

Etwas Gutes hat die Reduktion auf unseren Körper auch: durch sie können wir erkennen, dass wir viel mehr sind als Fleisch und Knochen. Beginnen wir eine engere Beziehung mit unserem Körper aufzubauen, können wir sehen, dass er vielmehr ein Freund als ein grundlegender Teil unseres Seins ist. Indem wir ihm näher kommen, erkennen wir seine wahre Funktion und sind ihm dadurch ferner.

Das ist der Sinn hinter einem ausgeprägtem Körperbewusstsein: zu sehen, dass der physische Körper nur einen kleinen Teil unseres Bewusstseins ausmacht.



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4 Kommentare

  1. Barbara 11. Dezember 2019 at 20:16

    Lieber Valentin

    Ich habe vor kurzem deine Seite entdeckt und schon einige deiner Texte gelesen. Ich danke dir von Herzen für deine wertvolle Arbeit. Ich kann viel lernen von dir.

    Reply
    1. Valentin Voigt 11. Dezember 2019 at 20:39

      Liebe Barbara,

      ich danke dir für deinen Kommentar. Mich freut es sehr, wenn die Beiträge helfen. 🙂

      Alles Liebe,
      Valentin

      Reply
  2. Alex 11. Dezember 2019 at 20:35

    Ein wirklich guter Artikel! Danke dafür.

    Reply

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